Abteilung für Hämatologie und Internistische Onkologie
 Universitätsmedizin Leipzig

Prof. Dr. med. Dr. h. c. Dietger Walter Niederwieser

Dietger W. Niederwieser wurde in Südtirol geboren und studierte Medizin an der Universität in Innsbruck. Prof. Christoph Huber erweckte in ihm das Interesse für die Hämatologie und Onkologie sowohl in klinischer als auch wissenschaftlicher Sicht. Einen großen Stellenwert hat dabei die Immunologie gespielt. Es folgten neben der Ausbildung zum Internisten zahlreiche Publikationen auf dem Gebiet der Immunhämatologie, Behandlung hämatologischer Erkrankungen mit neuen Verfahren und Untersuchungen über Killerzellen bei verschiedenen Erkrankungen und nach Stammzell-Transplantation.

1981 erfolgte ein Aufenthalt am Kantonspital in Basel (Prof. Bruno Speck und Alois Gratwohl) zum Erlernen der Stammzell-Transplantation und der klinischen Anwendung der Antilymphozytenglobulintherapie zur Behandlung des irreversiblen Knochenmarkschwundes. In Innsbruck errichtete er dann eine Stammzell-Transplantations-Einheit mit Professor Huber.

1986-1987 folgte er einer Einladung an das auf der Welt führende Zentrum für die Stammzell-Transplantation in Seattle. Dort hat er sein Wissen auf diesem Gebiet vertieft und bei dem späteren Nobelpreisträger Donald Thomas gearbeitet. Nach seiner Rückkehr nach Innsbruck wurde kontinuierlich die dortige Einheit ausgebaut. Wegen seiner Aktivitäten wurde er zum Präsident von Austrotranspiant gewählt, ist im Vorstand der österr. Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie, aber auch im Vorstand der Gesellschaft für Immunologie tätig gewesen. Ein wichtiger Punkt ist sein Engagement in der Europäischen Gesellschaft für Stammzelltransplantation (EBMT).

Nach dem Ruf von Prof. Ch. Huber nach Mainz war er der Leiter der Klinischen Immunologie und Stammzelltransplantation, bis er 1998 nach Leipzig berufen wurde. Seither leitet er die dortige Abteilung Hämatologie und Onkologie. Er wurde im Jahre 2000 zum Chairman der Chronic Leukemia Working Party gewählt. Neben seiner klinischen Tätigkeit hat Prof. Niederwieser mehr als 200 Publikationen weltweit in den besten internationalen Journals publiziert. Diese befassen sich mit der Entstehung, Diagnose und Behandlung hämatologischer Erkrankungen.

Prof. Niederwieser wurde 2005 von den Mitgliedern der European Group for Blood and Marrow Transplantation (EBMT) auf der 31. Jahrestagung in Prag zum neuen Präsidenten der EBMT gewählt.

 
Letzte Änderung: 17.05.2011, 13:32 Uhr
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